Rechtsfragen

[20.10.2017] „Rechtsfragen Wohnprojekte und Baugemeinschaften“

Rechtsanwalt und Notar Dr. Natan Hogrebe berichtete im Rahmen des FreitagsCafés am 20.10.2017 über häufig vorkommende rechtliche und organisatorische Fragestellungen im Zusammenhang mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten. Neben den mit der gewählten Organisationsform verbundenen finanziellen Risiken (Haftungsthematik) konzentrierten sich die Fragen auf das Thema Baugemeinschaft und deren Übergang auf eine Wohnungseigentümergemeinschaft.

Besprochen wurden dabei auch die wesentlich in einem Gesellschaftsvertrag zu regelnden Punkte. So informierte Dr. Hogrebe beispielsweise, dass bei einer als Personengesellschaft organisierten Baugemeinschaft entsprechend der aktuellen Rechtsprechung nunmehr eine notarielle Beurkundungspflicht des Gesellschaftsvertrages besteht. Des Weiteren wies Dr. Hogrebe auf die Problematik von Gewährleistungsansprüchen bei einer Beendigung der „Baugesellschaft“ hin.
Ebenso verwies Dr. Hogrebe auf die aktuelle Praxis des für die Grunderwerbsteuer zuständigen Finanzamtes in Berlin. Dem entsprechend wird eine „doppelte“ Grunderwerbsteuer für alle Mitglieder einer Baugemeinschaft fällig, die nach Grundstückserwerb der Baugemeinschaft beitreten. Auch kann eine vertragliche „Bauverpflichtung“ dazu führen, dass nicht nur der Wert des Grundstückes sondern der Wert des bebauten Grundstückes als Grundlage für die Ermittlung der Grunderwerbsteuer herangezogen wird und das, obwohl das Gebäude weder geplant noch errichtet ist.

Sofern Interesse besteht kann der Vortrag im pdf-Format auf Anfrage gern zur Verfügung gestellt werden. Dazu wenden Sie sich bitte an beratungsstelle ät stattbau.de

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